AFC gewinnt Derby gegen Joachimsthal

Spiele gegen Joachimsthal sind immer besonders, das wissen die Fans und das wissen die Spieler, oftmals wird auch Wochen später noch darüber geredet. So auch dieses Mal.
Der AFC wollte den 2. Platz absichern und Juchte den AFC’ern ein Bein stellen. In den ersten 20 – 25 Minuten waren die Joachimstaler griffiger und man merkte ihnen den Siegeshunger förmlich an. Da wurde jeder Zweikampf geführt, als wenn es der letzte wäre. Daraus resultierend war es nicht verwunderlich, dass es nach der ersten Viertelstunde schon 2:0 für die Gäste stand, beide Male durch Schneider.

Aber wer dachte der AFC ergibt sich seinem Schicksal, wie es schon öfter gegen Juchte der Fall gewesen ist in der Vergangenheit, der sah sich getäuscht. Keine Spur von Panik bei den AFC-Spielern Es wurden sich immer wieder sehr brauchbare Chancen und Positionen für einen Torerfolg herausgespielt. Thimian konnte mehrere für sich verbuchen. Ausschlaggebend für den 2:2-Ausgleich bis zur Pause war allerdings die gelb-rote Karte auf der Gegenseite, die hier völlig zurecht erteilt wurde. Danach übernahm der AFC komplett das Geschehen und Thimian konnte sich 2x sehr sehenswert in die Torschützenliste eintragen. Und hätte Meinert im Gästetor nicht so einen guten Tag gehabt, dann hätte der AFC zur Pause schon die Führung inne gehabt.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste aufs 2:2 verteidigen beschränkt und versuchten punktuell Nadelstiche zu setzen. Die Abwehr um Lange & Beckmann verteidigte das aber weitestgehend souverän weg. Dann kam die 57. Minute, die dem Spiel eine weitere Wendung geben sollte. Thimian musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Da kam der gute Assistent Sieh über den ganzen Platz gelaufen, um dem Schiedsrichter ein Vergehen mitzuteilen – erneut rote Karte für Joachimsthal, auch diese gab es völlig zurecht. Nun hieß es 11 gegen 9.
Joachimsthal machte es den AFC-Spielern ab da an richtig eng auf dem Platz. Natürlich lässt sich das von außen immer einfach sagen, wie es gehen soll, aber die Gäste verschoben meist clever und Beckmann und Lange fanden oft nicht den geeigneten Abnehmer. Immer wenn es über Außen durch Wendler oder Bandt ging kamen die Hausherren zu Abschlüssen.
Aber man musste bis zur 92. Minute geduldig bleiben, ehe eine etwas verunglückte Ecke ihren Weg zu Manteufel fand, der nicht lange wartete und den Ball per Direktabnahme zur verdienten und umjubelten Führung ins Tor schoss. Das war dann am Ende auch der Schuss des Tages und alle AFC’er konnten jubeln. Ein am Ende verdienter Dreier gegen dezimierte Gäste.

SZ